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Eine Klinik der Deutschen Rentenversicherung Rheinland

Anschlussrehabilitationsverfahren

Die Anschlussrehabilitation (AHB) ist eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation. Die Besonderheit dieser Leistung besteht darin, dass sie nur bei bestimmten Erkrankungen in Betracht kommt und sich spätestens 14 Tage nach der Entlassung an eine stationäre Krankenhausbehandlung anschließt. Das Krankenhaus stellt fest, ob die AHB erforderlich ist. Der Sozialdienst des Krankenhauses hilft Ihnen, den Antrag zu stellen.

 

Die AHB soll Patientinnen und Patienten die Möglichkeit geben, in einer Rehabilitationseinrichtung die Folgen einer Erkrankung oder Operation durch geeignete Therapien zu lindern und Funktionseinschränkungen auszugleichen.

 

AHB-Clearingstellen

Das Besondere am AHB-Verfahren der Deutschen Rentenversicherung Rheinland ist die Wahlmöglichkeit der Antragsübermittlung. Diese können Sie entweder an die zentrale AHB-Stelle oder an eine der "AHB-Clearingstellen" in den eigenen AHB-Kliniken senden:

 

  • Aggertalklinik in Engelskirchen,
  • Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr
  • Klinik Roderbirken in Leichlingen
  • Lahntalklinik in Bad Ems.

 

Eine Skizze zum Verfahrensablauf und die Kontaktdaten der AHB-Clearingstellen finden Sie in unserem

Flyer AHB-Kompakt.

Grundsätzlich soll die AHB innerhalb von 14 Tagen nach der stationären Akutbehandlung beginnen.

 

Vom AHB-Verfahren der Deutschen Rentenversicherung Rheinland können Personen profitieren, die in den Regierungsbezirken Düsseldorf oder Köln wohnen oder hier ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Ausgenommen sind onkologische Nachsorgeleistungen. Diese regelt im Bundesland Nordrhein-Westfalen die Arbeitsgemeinschaft für Krebsbekämpfung in NRW.

 

Für Versicherte der Deutschen Rentenversicherung Bund und der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See gelten andere Verfahren. Der Krankenversicherungsträger ist für die AHB zuständig bei Personen ohne Beitragsleistung zur Deutschen Rentenversicherung, Personen, die eine Rente wegen Alters von wenigstens zwei Dritteln der Vollrente beziehen oder beantragt haben (außer onkologische AHB) und Personen, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Dauer beziehen.

Die Deutsche Rentenversicherung Rheinland ist zuständig, wenn:

  • der Patient oder die Patientin der Durchführung einer AHB zustimmt

  • die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind

  • die Diagnose eindeutig unter Angabe des ICD-10-Codes geklärt ist

  • eine AHB-Indikation nach dem AHB-Indikationskatalog der Deutschen Rentenversicherung vorliegt

  • Rehabilitationsbedarf besteht

  • der Patient oder die Patientin rehabilitationsfähig ist

  • die Rehabilitationsziele erreicht werden können

Ein Bedarf besteht zu Lasten der Rentenversicherung, wenn durch die Erkrankung eine erhebliche Gefährdung der Erwerbsfähigkeit besteht, die Erwerbsfähigkeit erheblich gebessert oder eine Minderung der Erwerbsfähigkeit abgewendet werden kann. Es muss eine positive Erwerbsprognose bestehen.

Diese besteht, wenn:

  • die Akutphase abgeklungen ist

  • die Wundheilung komplikationslos, weitestgehend abgeschlossen ist

  • die Patientin oder der Patient früh mobilisiert ist. Das bedeutet ohne fremde Hilfe essen, sich alleine waschen und sich auf der Station frei bewegen können (Sonderfälle bei Neurologischer AHB)

  • sie oder er körperlich, seelisch und geistig ausreichend belastbar ist und aktiv an der Maßnahme mitwirken kann

  • Reisefähigkeit vorliegt. Das heißt, dass grundsätzlich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxi oder PKW möglich ist (in Ausnahmefällen muss eine ärztliche Begründung vorliegen; zum Beispiel bei Anreise mit Krankentransportwagen)

  • spezielle Infektionskrankheiten oder Besiedlung mit multiresistenten Keimen mit der aufnehmenden Klinik abgesprochen sind

  • eine Kontraindikation bei schwerwiegenden Begleiterkrankungen ausgeschlossen ist.

Das Ziel einer AHB, zu Lasten der Deutschen Rentenversicherung, ist der Erhalt, die wesentliche Besserung oder die Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit.

Wichtiger Hinweis: Der Befundbericht (Formular G0260) muss sorgfältig, lesbar und unter Angabe der ICD-10 (Code) ausgefüllt werden. Für die weitere medizinische Begutachtung sind die Punkte "Begleiterkrankungen und Funktionseinschränkungen" und "klinische und medizinisch-technische Befunde" besonders wichtig.

 

Formulare die im Krankenhaus ausgefüllt werden:

  • G0250 - Antrag auf Anschlussrehabilitation (AHB) 
  • G0251 - Informationen über die AHB - für die Mitarbeiter des Krankenhauses
  • G0252 - Informationen über die AHB - für die Patientin oder den Patienten
  • G0260 - Befundbericht zum AHB-Antrag
  • G0257-13 - Zusatzbogen bei Antrag auf stationäre neurologosche AHB
  • G0258-13 - Zusatzbogen bei Antrag auf ganztägig ambulante kardiologische AHB
  • G1714-13 - Anforderung einer Rückmeldung zum AHB-Antrag

 

Hier finden Sie die verschiedenen Antragspakete für Rehabilitation der Deutschen Rentenversicherung Rheinland.